Kennt ihr eigentlich Heerlen in den Niederlanden? Hier findet ihr ein paar Infos zu der Stadt bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Heerlen
Klingt doch eigentlich ganz nett, oder?
Nicht jedoch, wenn man sich diese Webseite zu Heerlen durchliest: https://www.urban-initiative.eu/ia-cities/heerlen/home
Anhand dieser Projektseite ist Heerlen eine Hochburg der organisierten Kriminalität, in der sich die Menschen sehr unsicher fühlen. Das will (und kann) ich auch gar nicht in Frage stellen. Daraus resultiert das Projekt „Pulse-Twin„.
Mit diesem Projekt soll eine Art digitaler Zwilling der Stadt entstehen, mit dem vorhersagen über Entwicklungen der Stadt gemacht werden können, um z.B. Investitionen zielgerichteter einsetzen zu können. Das ganze findet natürlich mittels KI statt.
Netzpolitik.org und Amnesty International Niederlande haben das bereits kritisiert:
Niederländische Polizei und Frontex testen Konzept des „digitalen Zwillings“
Was so positiv klingt, ist effektiv eine automatisierte Überwachung der Menschen, die Vorhersagen z.B. auch über Unruhen treffen kann. Kein Wunder, dass Frontex bereits ähnliche Systeme testet und einsetzt, um z.B. Vorhersagen über Grenzübertritte/ Migrationsbewegungen treffen zu können: https://taz.de/Milliarden-Euro-gegen-Migration/!6135349/
Pulse-Twin wird mit knapp 5 Millionen Euro durch die EU gefördert (einsehbar auf der Projektseite).
Da verdienen viele Partner des Projekts erstmal mit. Aber davon fließt noch kein einziger Euro in die tatsächliche Stadtentwicklung. Über 5 Mio. € würden sich zahlreiche Städte freuen, um tatsächlich die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.
Foto von Scott Webb auf Unsplash

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